Sonstiges
Labradorzucht "LOVE OF LABS"

 

 

SD2 (Skeletale Dysplasie)

Osteochondrodysplasie ist eine monogen autosomal rezessiv vererbte Anomalie des Knorpel- und Knochenwachstums, die zu 'Disproportioniertem Zwergwuchs' führt, und bei verschiedenen normalwüchsigen Rassen vorkommt. Es kommt zu einem frühzeitigen Stillstand des Knochenwachstums der langen Röhrenknochen, vor allem in der Vorhand. Die Rumpflänge und -tiefe sind nicht beeinträchtigt. Die ausgewachsenen Hunde sind in der Hinterhand überbaut und stehen auf zu kurzen Läufen. Betroffene Labrador Retriever haben in der Regel nur etwas kürzere Beine, aber nach bisherigem Kenntnisstand keine gesundheitlichen Probleme.

Foto www.genetics.unibe.ch

 

HnPk (Hereditäre nasale Parakeratose)

Die hereditäre nasale Parakeratose ist eine erbliche Hauterkrankung beim Labrador Retriever. Betroffene Hunde zeigen dauerhaft Schorf und Krusten auf der Nase.

Foto www.genetics.unibe.ch

Narkolepsie

Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch Tagesschläfrigkeit mit einem unwiderstehlichen Schlafdrang zu völlig falschen Zeiten auszeichnet. Das Tier leidet unter Schlafattacken, Kataplexie (emotionsbedingt auftretender kurzzeitiger Verlust des Muskeltonus) und Schlaflähmung.
 

Rückwärtsniesen (reverse sneezing)

...ist ein Phänomen, wobei der Hund anfallsartig röchelnd Luft durch die Nase ansaugt. Es hört sich an, als hätte der Hund einen Erstickungsanfall. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt, aber man geht von einem zu langen Gaumensegel aus. Man kann dem Hund helfen, in dem man ihn anpustet oder die Nase zuhält und dadurch einen Schluckreflex auslöst, oder man streichelt über den Kehlkopf.

Wasserrute

...wird auch als Lämmerschwanz, Cold Water Tail oder Dead Tail bezeichnet. Was sich doch sehr lustig anhört ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die vor allem bei Hunden auftritt, die eine vermehrte Rutentätigkeit haben, wie z. B. Jagd- und Sporthunde. Die Ursache ist noch nicht zu 100 % geklärt, aber es gibt verschiedene Theorien :

1) die Muskulatur an der Rute wird vorübergehend zu schlecht durchblutet
2) es besteht ein Muskelschaden an den Muskeln, welche für die Rute zustänidig sind
3) durch die Belastung entsteht eine Entzündung zwischen den Wirbeln, ähnlich einer Überbeanspruchung

Was aber auf jeden Fall sicher ist : der Hund hat sehr starke Schmerzen am Rutenansatz.

Oftmals tritt die Wasserrute nach dem Schwimmen auf, sehr häufig, wenn der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Außentemperatur sehr stark ist (sehr häufig im Frühling, wenn die Luft bereits warm, das Wasser aber noch sehr kalt vom Winter ist). Zu erkennen ist eine Wasserrute daran, dass der Hund sich plötzlich nicht mehr setzen möchte, und wenn kippt er seitlich weg (Welpensitz). Außerdem hängt die Rute ganz schlaff herunter und hat am Schwanzansatz keinen Halt mehr. Leider kennen sich sehr viele Tierärzte mit dieser Erkrankung überhaupt nicht aus und stellen oft eine falsche Diagnose (von Rückenproblematik bis Fraktur des Schwanzes) oder gar keine. Die Wasserrute verschwindet normalerweise von ganz alleine wieder. Wärme und schmerzlindernde Medikamente (homöopatisch) unterstützen den Heilungsvorgang.

 

Ohrenerkrankungen

Entzündung des äußeren Gehörgangs (Otitis externa)

Primäre Ursachen:
- Parasiten (Otodectesmilben, Demodex)
- Bakterien
- Hefepilze (Malassezia, Candida)
- Fremdkörper (Grannen)
- Verletzung des Gehörganges durch z. B. Biss
- Atopie und andere Autoimmunkrankheiten
- Haare im Gehörgang
- übertriebene Behandlung oder Reinigung des Ohres
 

Prädisponierende Ursachen:
- Anatomische Disposition -> Hängeohr, Faltenbildung am Ohr, enger Gehörgang
- Feuchter Gehörgang z. B. nach Schwimmen oder Badebehandlung
- Gehörgangsverengung
- Futterunverträglichkeit

Die Fortdauer der Erkrankung begünstigende Faktoren:
- Bakterien
- Hefen
- Wasser
- Otitis media

Häufigste Erreger sind Staphylokokken, Streptokokken, Proteus und Pseudomonas meist vergesellschaftet mit Pilzen v. a. Malassezia pachydermatis

Untersuchung:
Grundstzlich beide Ohren vorsichtig untersuchen. Schweregrad von Erythem, Schwellung, Sekret, Ulzeration und Zustand des Trommelfells geben wichtige therapeutische Hinweise. Evtl. Ohrabstrich fÜr bakteriologische und /oder mykologische Untersuchung. Für Milbenuntersuchung reicht Lupe mit heller Lichtquelle (Otoskop).

Rückschlüsse auf die beteiligten Erreger einer Otitis externa nach der Art des Ohrsekretes:

Ohrsekret

Erreger

braunes bis braunschwarzes, wachsartiges Sekret

Hefen oder Hefenbeteiligung

hellbraunes, schmieriges Sekret

Stphylokokken und/oder Streptokokken

gelbes, flüssiges und stinkendes Sekret

Pseudomonas und/oder Proteus

schwarzes, sandiges oder bröckeliges Sekret

Ohrmilben

 

 

Blutohr (Othämatom)

Ein Blutohr ist eine Ansammlung von Blut, meist auf der Innenseite der Ohrmuschel zwischen Knorpelschicht und Haut durch stumpfes Trauma oder heftiges Schütteln.

Mittelohrentzündung (Otitis media)

Tritt lokal oder als fieberhafte Allgemeinerkrankung zusammen mit Laryngo-Pharyngitis (Entzündung des Rachenraums und des Kehlkopfes), Tonsillitis (Mandelentzündung), Conjunktivitis (Bindehautentzündung) und Rhinitis (Schnupfen) auf. Typische Kopfschiefhaltung nach der erkrankten Seite und Druckschmerzhaftigkeit. Da Teile des Nervus facialis (Gesichtsnerv) und symphatische Nerven durchs Mittelohr verlaufen, können sie geschädigt werden (Facialislähmung: Herabhängen des Ohres und /oder der Oberlippe)

Ursache:

1) Absteigend aus Otitis externa infolge Riss des Trommelfells (am häufigsten)
2) Aufsteigend über die Eustachische Röhre aus dem Rachenraum; ohne Otitis externa (selten)
3) Ausbreitung durch Aussaat von Keimen ins Mittelohr (sehr selten)

(Quelle : www.laboklin.de , Niemand/Sutter Praktikum der Hundeklinik)

 

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